Häufige Fragen

Was gehört zur Grundversicherung?


Die Grundversicherung ist rechtlich geregelt, das heisst die Leistungen sind reglementiert und somit bei allen Krankenkassen gleich. Zudem hat jede in der Schweizer wohnhafte Person Anspruch auf eine Grundversorgung, niemand darf abgelehnt werden!

 

Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für medizinische Behandlungen sowie für notwendige Medikamente. Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) schreibt jedoch vor, dass die von den Medizinern erbrachten Leistungen „wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich“ sein müssen. Anspruch auf Leistungen aus der Grundversicherung besteht für Schweizer natürlich auch in Notfällen, für Transporte und Rettungsaktionen sowie im Spital und in teilstationären Einrichtungen. Therapeutische Massnahmen wie Ergo- und Physiotherapie sowie präventive Massnahmen und Diabetesberatungen sind ebenfalls abgedeckt. Weitere Leistungen werden ausserdem bei Rehabilitationen, Pflege, logopädischen Therapien oder Behandlungen bei einem Chiropraktiker ausgezahlt.


Bis zu welchem Umfang die Leistungen aus der Grundversicherung übernommen werden, ist in der Krankenpflege-Leistungsverordnung vom Bund beschrieben, die hier einsehbar ist. Die genaue Analysen- und die Arzneimittelliste findet sich ebenso in der Krankenpflege-Leistungsverordnung in Artikel 28, Anhang 3 sowie Artikel 29, Anhang 4.


Was passiert bei einem Wechsel mit meiner Zusatzversicherung?


Grundsätzlich gilt: Die Grundversicherung darf bei einer anderen Krankenkasse sein als die Zusatzversicherung. Wechselt ein Kunde die Grundversicherung, so darf die Zusatzversicherung dem Versicherten nicht kündigen.


Wenn nicht eindeutig klar ist, ob eine Leistung von der obligatorischen Grundversicherung oder von der Zusatzversicherung vergütet wird, dann kann es sein, dass der Versicherte hin und her geschickt wird, bis der Fall geklärt ist. In so einem Fall können sich Versicherte an die Ombudsstelle wenden.


Achtung: Möglicherweise erhebt der Zusatzversicherer bei der Trennung von Grund- und Zusatzversicherung einen Zuschlag auf der Zusatzversicherungsprämie.

 

Gemäss Bundesamt für Gesundheit darf der Kostenzuschlag nicht mehr als 50 % der entsprechenden Prämie betragen. Es lohnt sich also abzuklären, ob sich ein Wechsel der Grundversicherung allenfalls auf die Prämie der Zusatzversicherung auswirkt!


Was ist die Franchise?


Einen Teil der Kosten für Arztbesuche, Medikamente oder Spitalaufenthalte müssen Sie selbst bezahlen. Diese Kostenbeteiligung wird Franchise genannt. Erst wenn die Kosten in einem Kalenderjahr Ihre Franchise übersteigen, übernimmt die Krankenkasse die weiteren Kosten. Grundsätzlich gilt, je höher die Franchise, desto tiefer die monatliche Prämie.

 

Es gibt es auch folgende Daumenregel:


Bei regelmässigen Arztrechnungen von mehr als 1500 CHF/Jahr lohnt sich die tiefste Franchise von 300 CHF. Bei selteren Arztbesuchen, bzw. tieferen Arztrechnungen die höchste Franchise von 2500 CHF. Wählst du die höchste Franchise, empfiehlt es sich aber dieses Geld (also 2500 CHF) sicher irgendwo für den Notfall deponiert zu haben.

Brauche ich die Unfalldeckung?

Wer mindestens 8 Stunden pro Woche bei einem einzigen Arbeitgeber angestellt ist, wird von diesem automatisch gegen Unfall versichert (UVG-versichert), daher können diese Angestellten die Krankenversicherung bei der Krankenkasse bedenkenlos ohne Unfalldeckung abschliessen.


Sobald aber jemand nicht mehr durch den Arbeitgeber gegen Unfall versichert ist, muss er dies seiner Krankenkasse melden. Die Unfalldeckung tritt dann wieder in Kraft, die Prämie steigt.

Wer Arbeitslosen-Tagegeld bezieht, wird von der SUVA gegen Unfall versichert. Der Versicherungsschutz endet regulär 30 Tage nach dem Ende des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung.

Übrigens: Die Unfall-Versicherung nach UVG bietet einen weitaus besseren Schutz als die Unfall-Versicherung nach KVG (Grundversicherung mit Unfalldeckung). Die UVG-Versicherten müssen keine Kostenbeteiligung bezahlen. Ausserdem sieht das UVG bei schlimmen Unfällen weitere Leistungen wie Tagegelder, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten, Integritätsentschädigungen, Hilfslosenentschädigungen und eine anteilsmässige Übernahme der Bestattungskosten vor.


Wie unterscheiden sich die verschiedenen Krankenkassenmodelle?


Es gibt immer mehr verschiedene Krankenkassenmodelle, von Hausarzt zu Telmed über HMO.

 

Du verlierst langsam den Überblick? Keine Sorge, so kompliziert ist es gar nicht:


Die Leistungen, also was die Krankenkasse bezahlt ist in allen Modellen das Gleiche, dies ist gesetzlich verankert. Der einzige Unterschied ist nur wie, oder auf welchem Weg Du zu diesen Leistungen kommst.

 

  • Beim teuersten Modell, dem Standard-Tarif hast Du die freie Arztwahl. Entscheidest also selber wann und zu welchem Arzt oder Spezialisten Du gehst.

  • Beim Hausarztmodell bist Du verpflichtet, immer zuerst den Hausarzt welchen Du Deiner Krankenkasse angegeben hast aufzusuchen. Erst dieser Hausarzt kann Dich einem Spezialisten überweisen.

  • Beim HMO Modell bist Du verpflichtet eine Praxis, welche einen Vertrag mit Deiner Krankenkasse hat aufzusuchen. In dieser Praxis gibt es meist Allgemeinärzte und auch einige Spezialisten.

  • Beim Telemedizinischen Modell musst Du immer, bevor Du zu einem Arzt gehst, eine Hotline der Krankenkasse anrufen. Hier findet eine erste Beratung statt und die Hotline legt zusammen mit Dir fest ob und wie schnell Du zu welchem Arzt gehen sollst.

  • Das letzte Modell ist das Apothekenmodell. Hier musst Du, bevor Du zu einem Arzt gehen kannst, immer erst in einer Apotheke welche einen Vertrag mit Deiner Krankenkasse hat Dich vorstellen und Dein Problem besprechen. Nur wenn Dir die Apotheke nicht selber weiterhelfen kann, kannst Du zum Arzt.

  • Als letzte Variante gibt es immer öfter auch Kombinationen der verschiedenen Modelle.

 

Bei allen Modellen gilt aber: in einem lebensbedrohlichen Notfall darfst Du selbstverständlich mit der Sanität zu jedem Arzt gebracht werden. Auch haben viele Krankenkassen Ausnahmen für Besuche beim Gynäkologen und Dermatologen, die Details dazu findest du auf den Webseiten der Versicherer.

Warum kostet die Dienstleistung von Sweazy etwas?


Damit wir Dir einen Online Wechsel Deiner Krankenkasse ermöglichen können, fallen im Hintergrund viele Kosten an, z.B. für:

  • Den Druck, Couvertierung und den Versand der beiden Briefe per A-Post Plus, welche  wir an Deine alte und Deine neue Krankenkasse schicken

  • Das Hosting und die Maintenance unserer Web-Applikation

  • Software, welche bei uns im Hintergrund eingesetzt wird, um den Service für Dich zu verbessern

  • und vieles mehr...

Abgesehen davon spenden wir für jeden Wechsel, den Du über Sweazy tätigst, 1 CHF an Ärzte ohne Grenzen und unterstützen so die Mission, dort medizinische Hilfe zu leisten, wo Menschenleben bedroht sind.


Kann ich nicht einfach selbst Wechseln?


Doch - natürlich kannst Du das.

Allerdings ist es unserer Erfahrung nach ein sehr mühsames Erlebnis, die Krankenkasse zu wechseln. Du musst Dich informieren, wohin Du wechseln möchtest und welche Angaben benötigt werden, oft vergisst du dabei einige Angaben und es kommt zu Rückfragen durch die Krankenkassen. Dann musst du wissen, wie man die beiden Briefe korrekt aufsetzt, wohin Du Sie überhaupt senden musst und dann musst Du auch noch extra zur Post gehen - nervig!


Genau deshalb haben wir Sweazy gegründet: um diesen Wechselprozess so einfach und mühelos zu gestalten, wie möglich! Bei uns kannst du innerhalb von 5 Minuten eine günstigere Alternative zu Deiner Grundversicherung finden und sofort online und digital den Wechsel in Auftrag geben. Wir kümmern uns um den Rest!